Bad Dürkheim, Unter der Leitung der B-Trainer Connie Brandl-Hoff und Fritz Eicher trafen sich 31 Kyujin zum zweiten Bundeslehrgang „Heki Technik“ in Bad Dürkheim. Knapp ein Drittel der Teilnehmer kam von Vereinen des Landesverbandes Baden-Württemberg.

 

Fritz eröffnete das Seminar mit einem Heki Taihai, wobei Connie auf den Unterschied zum Yawatashi hinwies. Nach vier Pfeilen zum Einschießen arbeiteten die Teilnehmer in Kleingruppen mit der Möglichkeit zur Einzelkorrektur durch die beiden Lehrer. Im anschließenden Theorieteil erörterte Connie die sechs Grundregeln für das Treffen auf Basis der Schriften von Urakami Sensei (Kyudo Oyobi Kyudoshi) sowie einem Vortrag von Sekine Sensei. Dabei betonte Connie im besonderen die Bedeutung, sich immer wieder mit diesen Texten auseinander zu setzen. Allerdings sollte man dies nicht nur alleine tun, sondern auch andere Möglichkeit nutzen, die Sichtweise auf diese Texte zu erweitern, woraus sich in der Folge neue Einsichten und ein tieferes Verständnis ergäben.

 

In seinem Theorieteil erörterte Fritz die Bedeutung von Hineri und Fuseru mit Bezug auf die Paragraphen 3 und 9 Mokuroku (Yugamae No Koto und Tsume No Koto) und die Bedeutung beim Schießen auf die 28m-Distanz (Kinteki). Als die Vorteile von Hineri und Fuseru wurde u.a. genannt, dass durch diese Technik das Zielen optimiert wird, da der Bogen eine höhere Stabilität erreicht, aber auch, dass mit Hineri und Fuseru eine Vergrößerung des Nobiai mit der Folge einer erhöhten Energie in das System Bogen, Sehne und Pfeil stattfindet. Nicht zuletzt erklärte Fritz, wie Hineri den Weg der Sehne verändert, wodurch Verletzungen beim Vorschnellen der Sehne zum Beispiel am Ohr oder linkem Unterarm vermieden werden können. Für die Ausführung von Fuseru und Hineri kann nicht überbetont werden, so Fritz, dass diese beiden Bewegungen immer im Gleichgewicht sein müssen, da ein einseitiges Übergewicht zu typischen Fehlschüssen führt. Bezüglich des Krafteinsatzes gilt, diesen kontinuierlich ab Yugamae über Sanbunnoni zu steigern und bis zu einem Maximum ins Zanshin zu führen.

 

Einen Schwerpunkt des zweiten Seminartages bildete die Arbeit in der Kleingruppe mit dem Thema „Beobachtungsübung für Hitote“, wozu ein Schütze von drei Beobachtern mit den Perspektiven „Körperseite vorne“, „Körperseite rechte Schulter“ und „Körperrückseite“ „umstellt“ wurde. Dazu erhielten die Teilnehmer ein Papier zu den einzelen Perspektiven, auf dem die Beobachtungen fest gehalten werden sollten.

Ein großes Dankeschön gebührt den Helfern vom Bad Dürkheimer Dojo, ganz besonders aber Birgit Eichers Team, das wieder einmal für das leibliche Wohl der Teilnehmer auf Drei-Sterne-Niveau gesorgt hatte.

Text u. Fotos: R. Gückel

Bundeslehrgang Heki-Technik 

Zehn Kyudo-ka aus Baden-Württemberg waren zum Heki-Bundeslehrgang nach Bad Dürkheim gekommen.

Unter den Augen von B-Trainerin Connie Brandl-Hoff (Mitte, vorne) konnten Abweichungen von der Idealform korrigiert werden.